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Den Rechtsdrift abfangen

Landesfrauenrat Baden-Württemberg fordert mehr Gemeinschaft

 

Zahlreiche Reaktionen werden durch die aktuelle Entwicklung in der rechtsextremistischen Szene veranlasst. Zehntausende gehen nach Polizeiangaben in vielen Städten auf die Straße, um für die freiheitliche Demokratie und gegen Rechtsextremismus zu demonstrieren. Überlegungen und Pläne, die die massenhafte Ausweisung von Menschen mit Migrationshintergrund zum Inhalt haben, lösen breiten Widerstand, auch bei zahlreichen Verbänden, aus. „Pauschale Diskreditierungen von Menschengruppen verurteilen wir und lehnen diese massiv ab“, formuliert die Erste Vorsitzende Prof.in Dr. Ute Mackenstedt des Landesfrauenrates Baden-Württemberg. „Wir distanzieren uns von jedwedem rechtsextremistischen Gedankengut. Wir sind alle in der Pflicht, dem hier in menschenverachtender Weise aufkommenden Rechtsdrift entgegenzutreten.“

 

Der Landesfrauenrat Baden-Württemberg ist der Dachverband für über 50 in Baden-Württemberg aktiven Frauenorganisationen und tritt für eine Gemeinschaft auf der Grundlage der demokratischen Verfassung ein, deren Grundlage die Menschenrechte sind. „Wir brauchen eine gemeinschaftliche Basis, die die gesellschaftliche Realität der Vielfalt einbindet und nicht gewaltsam durch Vertreibung sprengt und zerstört,“ fordert Verena Hahn, die Zweite Vorsitzende des Landesfrauenrates Baden-Württemberg. „Erforderlich ist daher auch, dass wir eine gesellschaftliche Zielsetzung als Gemeinschaft stärken, die keine Menschen oder Menschengruppen stigmatisiert und ausgrenzt.“ Artikel 3 des Grundgesetzes lege verbindlich fest, dass niemand wegen seines Geschlechtes oder seiner Herkunft benachteiligt oder bevorzugt werden dürfe. Darunter falle auch sowohl die gleichberechtigte Teilhabe von allen hier lebenden Frauen und Mädchen als auch von allen Menschen mit Migrationshintergrund in Politik und Gesellschaft.

 

Der Gedanke an massenhafte Abschiebungen sei ein Angriff auf unsere freiheitliche Demokratie. „Der Landesfrauenrat Baden-Württemberg tritt energisch für eine Demokratie ein, die durch Toleranz und Vielfalt gekennzeichnet ist, denn die gesellschaftliche Vielfalt ist Realität. Sie fängt bei Frauen und Männern bereits an“, stellt Prof.in Dr. Ute Mackenstedt fest.

Dachverband der Frauenlisten tagte am Rande des Naturparks Schönbuch

Die Walddorfhäslacher Ortsmitte war am vergangenen Wochenende fest in weiblicher Hand. Erstmals trafen sich die Mitgliedsvereinigungen des Dachverbandes der Frauenlisten in Baden-Württemberg unter der neuen Präsidentin Claudia Musse. Erst im Frühjahr wurde Claudia Musse bei der Hauptversammlung des Verbandes in Herrenberg gewählt. Jetzt hat die 47-jährige in ihren Heimatort eingeladen und die Frauenliste Walddorfhäslach war gerne Gastgeberin der Delegierten aus vielen Regionen des Landes. Kreisrätinnen und Gemeinderätinnen aus Seewald und Freudenstadt, Langenbrettach und Herrenberg konnten begrüßt werden. Nach einem gemeinsamen Mittagessen erwartete bereits die Walddorfhäslacher Bürgermeisterin Silke Höflinger die Gruppe in der historischen Ortsmitte. Bei einem kleinen Rundgang konnten die Gäste den Trausaal, der schmuck im früheren Tanzsaal des Gasthofes Ochsen eingerichtet wurde, aber auch die neue Bücherei und die mit viel Geschmack hergerichteten Räumlichkeiten im Gasthof besichtigen. Viele Fragen zu den Kosten, zur Wärme- und Energieversorgung, aber auch zur Belegung der Räumlichkeiten oder zur Freiraumgestaltung standen während des Rundganges auf der Tagesordnung. Keine Frage blieb unbeantwortet. Im Innenhof des Ensembles zwischen ehemaligen Gasthofes, der alten Molkerei, des Ärztehauses und der Neubauten konnten sich alle über die gelungene Gestaltung dieses ortsbildprägenden Ensembles selbst ein Bild und Meinung bilden.

Eine besondere Frauensolidarität wurde gleich fotografisch festgehalten. Eine Abordnung des Vereins "Walddorfer Schönbuch Hexen e. V." hatten bereits für eine Überraschung eines Vereinsmitglieds Aufstellung genommen und so wurde die Bitte für ein großes gemeinsames Gruppenfoto Aufstellung zu nehmen sofort in die Tat umgesetzt. Der Nachmittag stand aber dann im Wissensaustausch. So wurde die Webseite des Dachverbandes neu aufgesetzt und an diesem Nachmittag offiziell freigeschalten. Eine wichtige Komponente im Vorfeld der Kommunalwahlen im Frühjahr nächsten Jahres, so die einhellige Meinung der Anwesenden. Unter der Webseite www.frauenlisten-dachverband.de werden die aktiven Wählerinnenvereinigungen sowohl für interessierte Frauen erreichbar sein und auch aktuelle Themen redaktionell aufarbeiten. Diese Themen und neue Ideen wurden anhand eines Dashboards erarbeitet. Die Delegierten gaben Tipps und eigene Erfahrungen gerne in einer Präsentation online weiter und somit wurden viele Themen die im täglichen Leben in einer Stadt oder Kommune zusammengetragen, aber auch Themen, die die die Präsenz der Wählerinnen-Vereinigungen betreffen und für die kommende Wahl wichtige Faktoren sind.

Die Sorge um den Nachwuchs wurde an diesem Nachmittag ebenfalls thematisiert und auch die Fragestellung, ob Frauenlisten das richtige Mittel sind, um den Frauenanteil in den Gremien zu steigern. Einig darüber waren sich alle, dass Frauenlisten auch weiterhin das richtige Mittel sind, dass in den kommunalpolitischen Gremien alle Bevölkerungsgruppen vertreten sein können, so wie dies in Artikel 3 des Grundgesetzes von den Müttern und Vätern des Grundgesetztes verankert wurde. Künftig sollen weitere Formate des Austausches ausgebaut werden. So wird neben den persönlichen Treffen im Frühjahr und Herbst künftig ein Austausch online aufgebaut. Bepackt mit neuen Ideen machten sich die Delegierten nach diesem intensiven Nachmittag auf den Heimweg.

Freudenstadt - Im Frauencafé, dem monatlichen Treffpunkt des Frauennetzwerks Region Freudenstadt e.V., trafen sich im Café Pause Kandidatinnen der Frauenlisten für den Kreistag Freudenstadt, für die Frauenlisten Alpirsbach und ...

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